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GEDANKEN ZUR REVOLUTION ist ein Kommunikationsprojekt. Es ist im August 2007 von Tibor Müller und Stefan Riebel gegründet worden. Zum Einen besteht es aus Ausstellungsprozessen und zum Anderen aus einem ständig anwachsenden Archiv. Die Rahmenbedingungen der Veranstaltung werden durch die Teilnahmebedingungen definiert.

DAS ARCHIV ist die Sammlung aller bisherigen Einreichungen für das Projekt. Der Eintrag im Archiv bildet die Grundvoraussetzung um am Projekt teilnehmen zu können. Es wird jeder beteiligten Person als Katalog für weitere Einladungen zur Verfügung gestellt.

DIE AUSSTELLUNGSPROZESSE
Zunächst wird vom Veranstalter eine festgelegte Anzahl von Künstlern eingeladen. Diese Auswahl bildet zunächst das Grundsetting zu Ausstellungsbeginn. Die vollständige Realisation und Dokumentation der eigenen Arbeit im Ausstellungsraum, bilden die Voraussetzungen für jede teilnehmende Person ein weiteres Kunstwerk und dessen Autor einzuladen. Grundsätzlich hat jeder eingeladene Künstler das Recht und die Pflicht eine weitere künstlerische Position seiner Wahl einzuladen. In gemeinsamer Absprache mit allen bereits teilnehmenden Künstlern muss dafür eine adäquate Präsentationsform gefunden werden.

DIE VERÄNDERUNGEN
Durch die kontinuierlich anwachsende Teilnehmerzahl und das damit verbundene Füllen und Überfüllen des Ausstellungsortes bleiben das Ende und der Ablauf des Ausstellungsprozesses, sowie die tatsächliche Anzahl der insgesamt teilnehmenden Künstler unvorhersehbar. Zu jedem Zeitpunkt kann deshalb die Anordnung der Arbeiten und die Gesamterscheinung der Ausstellung hinterfragt und mit allen teilnehmenden Personen geändert werden. Der fortlaufende Prozess des Einladens, Neugliederns, Auf- und Umbauens der Ausstellung wird nur durch ihre zeitliche Begrenzung unterbrochen.

ZIELSTELLUNG
Als Veranstalter erhoffen wir uns mit dem Projekt Entwicklungen neuer Formen der Kommunikation über - und Organisation von Kunst anstoßen zu können. Mit der Unkontrollierbarkeit dynamischer Prozesse versuchen wir spielerisch den Begriff der Kunstproduktion und ihrer Präsentation aufzugreifen und zu erweitern. Das Aufwerfen grundlegender Fragestellungen, wie etwa nach der kuratorischen Verantwortung gegenüber der eigenen Arbeit und dem Gelingen des gesamten Projektes sowie der tatsächlichen Urheberschaft am eigenen Werk, nimmt für uns dabei eine zentrale Rolle ein. Mit den GEDANKEN ZUR REVOLUTION soll sich im kontinuierlichen Prozess ein internationales Netzwerk entwickeln, bei dem der langfristige Austausch über Kunst und der nachhaltige Kontakt zwischen Kunstschaffenden aller Sparten im Vordergrund steht.